New York – Tag 3: Freitag, 24.03.17

Die heutigen Highlights sollten die Brooklyn Bridge, das One World Trade Center und das 09/11 Museum sein

Nach einer erholsamen Nacht für mich und meine Füße ging es heute Morgen nach dem Frühstück im Hotel nach Brooklyn. Für den heutigen Tag hatte ich mir folgende Route ausgesucht: Brooklyn Heights Promenade – Janes Carousel – Brooklyn Bridge – Saint Paul’s Chapel – Dreifaltigkeitskirche – New Yorker Börse – Wall Street – Charging Bull – The Oculus – 09/11 Memorial – One World Trade Center – 09/11 Museum

Zum ersten Mal ging es für mich in den New Yorker Untergrund und mit der Metro von der 34 Penn Station nach Brooklyn. Halt war die dortige Station Clark Street. Ich hatte während meinem Aufenthalt auf eine Metrocard für 30 Dollar verzichtet und kaufte mir für meine Fahrten einen Einzelfahrschein für 3 Dollar. Die Metrocard lohnt sich, wenn man viel mit der Metro von A nach B fährt. Mein Ziel war aber, so viel wie möglich zu laufen. Am besten Ihr rechnet mal grob nach, wie oft Ihr die Metro benutzen wollt/müsst. Sehen tut Ihr natürlich mehr, wenn Ihr zu Fuß unterwegs seid.

Die New Yorker Metro

Die New Yorker Metro

Das U-Bahn Netz in New York erscheint auf den ersten Blick vielleicht etwas verwirrend und unübersichtlich ist aber ähnlich wie in London durch die farbigen Linien ganz logisch sowie den Linien A,B,C,D,… und 1,2,3,4… gekennzeichnet. Ich merkte mir die Linienbezeichnung, also A, B, C und ob ich nach Uptown/Queens oder Downtown/Brooklyn will, denn danach sind auch die Gleise sortiert. Ein weitere Punkt sind die Local und Express Züge. Die Stationen mit einem schwarzen Punkt werden von den Local-Zügen angefahren und die mit den weißen Punkt von den Express Zügen. Dazu muss man sagen, die Local-Züge halten eben an allen Stationen – auch an denen mit dem weißen Punkt.

Eine tolle Aussicht von der Brooklyn Heights Promenade auf Manhattan

Eine tolle Aussicht von der Brooklyn Heights Promenade auf Manhattan

Weiter geht es nun mit der Ankunft in Brooklyn und der Clark Street. Ich hatte meinen Plan auch leicht geändert und bin direkt von der Station in Richtung East River gelaufen. Von dort habt Ihr einen genialen Blick auf die Skyline von Manhattan. Weiter ging es dann zum kleinen Main Street Park der sich zwischen der Brooklyn Bridge und Manhattan Bridge befindet. Auf dem Weg zum Park zeigt sich die Manhattan Bridge zwischen den Häusern, was gern als Fotomotiv genommen wird. Am Park angekommen, hat man einen tollen Blick auf die beiden Brücken und dem Jane´s Carousel das sich in einem Glaskasten befindet und zu jeder Jahreszeit benutzt werden kann. Das Karussell stammt aus dem Jahr 1922 und gewann schon den ein oder anderen Designerpreis. Wollt Ihr eine Runde mit dem Karussell fahren, schaut vorher auf der Internetseite vom Jane´s Carousel nach den Öffnungszeiten.

Das Jane´s Carousel und die Brooklyn Bridge

Das Jane´s Carousel und die Brooklyn Bridge

Für mich ging es nun auf die Brooklyn Bridge und ich freute mich wie ein kleines Kind. Wichtig ist, dass man hier aufmerksam auf die anderen „Verkehrsteilnehmer“ achtet und auf der Fußgängerspur bleibt, denn die Leute auf dem Fahrrad nehmen keine Rücksicht. Die Brooklyn Bridge ist eines der Wahrzeichen in New York und ihr solltet auf jeden Fall von Brooklyn nach Mannhatten laufen. Die Aussicht auf Brücke, dem darunter 6-spurigen Verkehr und Mannhatten ist einfach grandios. Die Brücke wurde 1883 fertiggestellt und ist die älteste Hängebrücke in den USA. Geplant wurde die Brücke vom deutschen Ingenieur John August Roebling. Leider verstarb er nach einem Unfall beim Bau der Brücke und fortan übernahm sein Sohn die Leitung. Bemerkenswert ist, dass der Fuß- und Fahrradbereich aus Holz besteht. Plant hier mit vielen Fotostopps ca. 1 Stunde für die Überquerung ein. Am Ende der Brücke stehen ein paar Souvenirverkäufer bei denen Ihr günstig Souvenirs kaufen könnt. Auch ich habe mich hier mit Schlüsselanhänger, der Freiheitsstatue und Magneten eingedeckt. Am Ende der Brücke befindet sich auch die New York City Hall, das Rathaus von New York. Es ist aber im Gegensatz zu anderen Sehenswürdigkeiten nicht spektakulär.

Auf der Brooklyn Bridge in Richtung Manhattan

Auf der Brooklyn Bridge in Richtung Manhattan

Mein nächster Stopp war die nahe gelegene Kirche Saint Paul’s Chapel mit dem kleinen anliegenden Friedhof. Die Kirche ist übrigens die älteste Kirche in Manhatten. Das Besondere dieser Kirche geht leider auf die Ereignisse von 09/11 zurück. Trotz der Nähe zum alten World Trade Center blieb die Kirche unversehrt und diente in den Wochen danach, als Essensausgabe der vielen Helfer, Gedenkstätte und als Ort der Begegnung. In der Kirche selbst, befindet sich heute im hinteren Bereich eine kleine Ausstellung zu den Ereignissen rund um 09/11 und der Kirche.

Die Saint Paul's Chapel

Die Saint Paul’s Chapel

Weiter war dann der Besuch der New Yorker Börse also der New York Stock Exchange und dem Charging Bull geplant. Irgendwie hatte ich mich dann verlaufen und hatte die Börse erst nicht gefunden und bin viel zu weit gelaufen, naja… dann erst mal ein Kaffee und Donat bei Dunkin Donat. Da nun der Zuckerspiegel wieder auf einen guten Level war, klappte es auch mit dem Karten lesen und ich fand die Wall Street sowie die New Yorker Börse. Öffentlich ist die Börse nicht, da es sich aber um die bekannteste Börse der Welt handelt und die Fassade ziemlich cool aussieht, wollte ich schon mal kurz hier gewesen sein.

Die New Yorker Börse - New York Stock Exchange

Die New Yorker Börse – New York Stock Exchange

Kurz ansehen und seine Hoden streicheln wollte ich auch beim Charging Bull. Der angriffslustige Bulle aus Bronze ist das Wahrzeichen der Wall Street und dem Financial District. Das streicheln seiner Hoden soll angeblich Glück bringen und da man bekanntlich immer Glück gebrauchen kann, ist hier auch viel los. Seit dem Weltfrauentag am 08.03.2017 steht gegenüber dem Charging Bull das Fearless Girl“. Laut dem New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio soll diese Skulptur begrenzt dort stehen bleiben, vermutlich bis Anfang 2018.

Viel los am Charging Bull

Viel los am Charging Bull

Mit einem breiten grinsen und voller Vorfreude ging es nun zu meinen letzten Highlights des schon überaus coolen Tages und zwar ging es zum One World Trade Center. Der neue Bahnhof des World Trade Center, auch „The Oculus“ genannt ist architektonisch eine richtige Wucht. Den müsst Ihr unbedingt gesehen haben.

Der Bahnhof des World Trade Center „The Oculus“

Der Bahnhof des World Trade Center „The Oculus“

Nach dem ich den Vorplatz des OWTC erreichte, erblickte ich auch schon die beiden Reflecting Pools – 09/11 Memorial. Die beiden Brunnen befinden sich genau an den Grundflächen der eingestürzten Twin Towers. Am Rand der Brunnen stehen alle Namen der Menschen, die bei 09/11 ums Leben kamen. Wenn man so um die beiden Brunnen läuft, und die vielen Namen sieht, wird einem erst richtig bewusst, wie viele Menschen ihr Leben lassen mussten. Weiter sind hier auch die Namen derjenigen verewigt, die beim Bombenanschlag 1993 aufs World Trade Center umkamen. Insgesamt stehen hier 2983 Namen. Steckt an einem Namen eine weiße Rose, so hätte diese Person an dem heutigen Tag seinen Geburtstag gefeiert. Man kann die Gefühle die man dort hat, gar nicht richtig beschreiben. Es ist sehr bewegend.

Einer der beiden Brunnen des 09/11 Memorial. Im Hintergrund der Bahnhof „The Oculus“

Einer der beiden Brunnen des 09/11 Memorial. Im Hintergrund der Bahnhof „The Oculus“

One World Trade Center Observatory
Noch zu Hause hatte ich mir hierfür das Ticket online bestellt. Über die Internetseite vom One World Trade Center Observatory  wählt man den gewünschten Tag und die Uhrzeit des Besuches aus. Natürlich hat man aber auch vor Ort die Möglichkeit ein Ticket zu kaufen, geht aber das Risiko ein, eventuell nicht mehr am gleichen Tag hochfahren zu können. Das Ticket für die Aussichtsplattform kostet für einen Erwachsenen 34 Dollar. Man hat noch die Möglichkeit irgendwelche „VIP Pakete“ dazu zu buchen, brauch man aber nicht. Bezahlen könnt Ihr online ausschließlich mit Kreditkarte. Vor Ort natürlich auch in Bar.

Nach dem Ihr das Ticket gekauft habt, bekommt Ihr es als Print at Home an eure E-Mail Adresse zugesendet. Die Öffnungszeiten des One World Trade Center Observatory sind täglich von 09:00 bis 20:00 Uhr und im Sommer sogar bis 22:00 Uhr.

Das One World Trade Center

Das One World Trade Center

Wie bei allen Sehenswürdigkeiten in denen man rein kann, gibt es auch hier Sicherheitskontrollen. Nach den Sicherheitskontrollen geht es mit dem Aufzug zur Aussichtsplattform. Das Erlebnis beginnt hier aber schon während der Fahrt mit dem Aufzug. Ringsherum läuft ein Film ab wie New York entstanden ist. Nach dem Ausstieg steht man vor einer Wand auf der noch ein Film über New York läuft ehe der „Vorhang“ fällt und man die Aussicht sieht. Dieser Moment, einfach unbeschreiblich. Die Aussicht vom One World Observatory ist richtig gut. In regelmäßigen Abständen finden auf einer Bühne kleine Quizrunden über New York statt, an denen man sich beteiligen kann. Ein Restaurant befindet sich hier auch. Sitzmöglichkeiten bieten euch hier oben auch eine Auszeit vom Trubel auf den Straßen unten und die Möglichkeit diese grandiose 360° Aussicht im sitzen zu genießen. Einplanen solltet Ihr ca. 1,5 Stunden für euren Besuch.

Die Aussicht vom One World Observatory

Die Aussicht vom One World Observatory

Nach dem Besuch auf dem Observatory und vor dem Besuch des 09/11 Museum schlenderte ich in Lower Mannhatten durch die Gegend, besuchte das Hauptquartier der Ghostbuster, was aber leider unter einem Gerüst stand.

09/11 Museum
Für das 09/11 Museum hatte ich mir auch in Deutschland das Ticket auf der Internetseite vom 09/11 Museum gekauft. Auch hier wählt man den Tag und die Uhrzeit des Besuches aus. Mein Tipp ist auch hier, besser vorher das Ticket kaufen wie vor Ort dann Stunden warten zu müssen. Das einfache Ticket für Erwachsene kostet 24 Dollar. Da ich etwas früher vor Ort war, fragte ich ob ich schon früher ins Museum kann wie auf der Eintrittskarte angegeben und da nicht so viel los war, war das kein Problem.

Die Öffnungszeiten sind Sonntag-Donnerstag von 09:00 bis 20:00 Uhr und Freitag-Samstag von 09:00 bis 21:00 Uhr. Auch hier muss man vor dem Betreten des Museums durch die Sicherheitskontrolle. Das Fotografieren ist hier nicht in allen Bereichen des Museums erlaubt. Eine coole Sache ist die App des Museums das euch bei eurem Besuch mit vielen Informationen dient. Im Museum habt Ihr auch kostenloses WLAN zur Verfügung um euch diese App runterzuladen.

Ein durch den Terroranschlag zerstörtes Feuerwehrauto

Ein durch den Terroranschlag zerstörtes Feuerwehrauto

Den Besuch vom 09/11 Museum lege ich euch ans Herz. Es lohnt sich. Einplanen solltet ihr mindestens 3 Stunden. Ich möchte euch nicht vorab alle Informationen was es hier zu sehen gibt verraten aber wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, geht es hier um den Tag des Anschlages. Man erfährt viel über die Opfer, die Täter, wie war es vor Ort in Mannhatten, in den Türmen, in den Flugzeugen und wie waren die Wochen nach den Anschlägen. Ausgestellt werden im Bereich in dem man auch fotografieren darf u.a. ein Feuerwehrauto das beschädigt wurde oder Stahlträger der Twin Towers. Der Besuch dieses Museums ist sehr emotional und ich fand es so interessant, dass ich dieses Museum nochmals besuchen würde.

Auch der dritte Tag in dieser aufregenden Stadt ging nun zu Ende. Morgen steht für mich ein absolutes Highlight an, also das Highlight der ganzen Highlights hier 😉 seid gespannt.

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