Istanbul und seine Hot Spots

Erfahrungen und Reisetipps für einige Sehenswürdigkeiten in Istanbul

In Istanbul, dieser wundervollen Stadt, ist es als Westeuropäer faszinierend in den Mix von Orient und Okzident einzutauchen. Die Arabischen Touristen hingegen finden sicherlich das Westliche dieser Stadt interessant. Viele Teile Istanbuls sind ziemlich modern und dadurch westlich geprägt, andere hingegen traditionell. Istanbul ist mittlerweile auf ca. 13.Mio. Einwohner angewachsen die sich auf den Europäischen- und den Asiatischen-Kontinent aufteilen. Wir hielten uns bei unserem Besuch im Europäischen-Teil auf, denn dort befinden sich auch die meisten Sehenswürdigkeiten.

Eins kann man hier sagen, die Stadt schläft nie, hier ist immer was los und man fühlt sich direkt wohl in dieser Stadt obwohl man kurze Zeit für eine Orientierung benötigt. Man taucht eben ein, in diese Lockerheit, morgens mit einem Kaffee to go, mittags mit einem Snack und Tee von einem Straßenhändler und Abends in einem schicken Restaurant am Bosporus und zwischendrin darf man den Gebetsrufern aus den vielen Minaretts (die Türme an den Moscheen) zuhören.

Blick vom Galata-Turm auf die Galata-Brücke (rechts)

Blick vom Galata-Turm auf die Galata-Brücke (rechts)

Der Transport
Istanbul entwickelt sich stetig weiter, so hat diese Stadt auch ein Metro-Netz das wir auch einmal benutzen aber dann doch auf die für unsere Verhältnisse günstigen Taxis umstiegen bzw. auch viel zu Fuß gelaufen sind. War für uns einfacher und praktischer.

Vom Flughafen Atatürk zum Taksim-Platz benutzen wir den Bus. Dieser kostet ca. 5,- und die Busfahrt dauert je nach Verkehr zwischen 45 und 60 Minuten. Keine Angst, es ist ein moderner Reisebus und hält nicht an jeder Haltestelle. Tickets kauft man am Bus.

Bei der Abreise nahmen wir uns ein Taxi vom Taksim-Platz zum Flughafen und zahlten ca. 90 Türkische Lira was umgerechnet 25€ sind. Die Fahrt mit dem Taxi geht etwas schneller als mit dem Bus da die Taxifahrer sich sehr gut durch den Verkehr schlängeln und sich den Weg frei hupen 😉 .

Fragt am besten vorher beim Taxifahrer nach, was die geplante Fahrt kostet und ob er weiß wohin Ihr wollt. Klar ist, die Sehenswürdigkeiten sind den Taxifahrern bekannt.

Taksim-Platz und das Denkmal der Republik

Taksim-Platz und das Denkmal der Republik

Meine Istanbul Hot Spots
Ich habe die Hot Spots nach den großen drei Stadtvierteln eingeteilt. Diese sind die Altstadt, Sultanahmet und Beyoglu. Wie Ihr seht sind es schon einige Sehenswürdigkeiten die ich euch ans Herz lege und zeigt auch, wie viel Istanbul zu bieten hat obwohl dies an 2-3 Tagen schon zu machen ist.


Stadtteil: Sultanahmet
Blaue Moschee – Sultanahmet Camii

Der richtige Name der Blaue Mosche ist Sultanahmet-Moschee. Diese wird aber durch Ihre blauen Kacheln im inneren der Mosche auch die Blaue Moschee genannt. Kommt man an der Moschee an, sieht man außen einige Waschbecken die zum reinigen der Füße gedacht sind und auch von den Einheimischen benutzt werden. Touristen haben einen separaten Eingang zum inneren der Mosche. Dort erhält man auch eine Tüte für seine Schuhe, denn die Moschee ist mit einem großen roten Teppich ausgelegt den man nicht mit Schuhen betreten darf bzw. ist das betreten mit Straßenschuhen generell im Gebetsraum einer Moschee verboten. Ich wäre froh gewesen wenn auch die Touristen sich Ihre Füße gewaschen hätten – etwas riecht es schon. Innen sieht man die beeindruckende Größe der Moschee mit Ihren 260 bunten Fenster, dem roten Teppich, den blauen Kacheln und den großen Leuchtern die von der Decke hängen. Da es mein erster Besuch in einer Moschee war, war dies ziemlich beeindruckend. Im Innenhof das gleiche Bild – ziemlich beeindruckend.

Eintritt:
Der Besuch der Blauen Moschee ist übrigens kostenlos.

Öffnungszeiten:
Täglich von 9:00-12:30, 13:45-16:30 und 17:30-18:30 Uhr.

Die Blaue Moschee

Die Blaue Moschee

Hagia Sophia
Die Hagia Sophia liegt genau gegenüber der Blauen Moschee und erreicht man mit einem kleinen Spaziergang durch einen Park. Dort könnt Ihr euch übrigens mit einem leckeren Döner stärken und euch auf den Sitzbänken oder der Wiese ausruhen.

Die Hagia Sophia ist auch ziemlich imposant und so auch logisch dass die Hagia Sophia zu den Wahrzeichen Istanbuls gehört. Früher war dies die größte Kirche der Christen. Heute befindet sich im Innern ein Museum. Leider ist die Hagia Sophia montags geschlossen, so dass wir selbst nicht rein gehen konnten.

Eintritt:
ca. 10€ pro Person.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 09:30 bis 16:30 Uhr.

Hagia Sophia

Hagia Sophia

Yerebatan-Zisterne
Dieses unterirdische Bauwerk befindet sich gegenüber der Hagia Sophia und wird auch der „Versunkene Palast“ genannt. Gebaut wurde diese Zisterne in der Zeit 527-565, das muss man sich mal vorstellen. Ist man die Treppen runtergegangen erhält man ein imposantes Bild dieser Zisterne. Auf einem Steeg und klassischer Musik durchläuft man dann diese Zisterne und kann die verschiedenen Säulen bewundern. In einem separaten Raum gibt es zwei Säulen die auf zwei Medusaköpfen stehen über die es natürlich viele verschiedene Geschichten gibt. Unter Tage entgeht man auch irgendwie dem Großstadtrummel und vergisst, dass man sich in einer 13.Mio. Stadt befindet.

Eine Zisterne wird übrigens für die Wasserspeicherung gebaut. Die Decke dieser Zisterne wird durch 336 Säulen gestützt und hat ein Fassungsvermögen von rund 100.000 Tonnen Wasser.

Eintritt:
ca. 4,50 € pro Person.

Öffnungszeiten
Täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr.

Yerebatan-Zisterne

Yerebatan-Zisterne

Topkapi-Palast
Der Topkapi-Palast bietet neben vielen Sehenswürdigkeiten auch viele tolle Fotomotive und einen wundervollen Blick auf den Bosporus und den asiatischen Teil von Istanbul. Aber erst einmal was Geschichtliches. Der Topkapi-Palast war über vier Jahrhunderte das Zentrum des osmanischen Reiches. Hier lebte der Sultan mit sein Harem sowie weiteren 5.000 Menschen innerhalb dieser Mauern.

Der Topkapi-Palast ist in vier Höfe aufgeteilt die man durchläuft. Den ersten Hof betritt man durch das Kaiserliche-Tor. Dort befindet sich die Irenekirche. Dort befand sich damals die Waffenkammer.

Das eigentliche Museum befindet sich zum zweiten Hof. Dort durchläuft man das Friedenstor. Im zweiten Hof tagte früher das Kabinett, beheimatete die Henker und hier war quasi das Wartezimmer bevor man zur Audienz zum Sultan durfte. Im zweiten Hof befindet sich auch der Eingang zum Harem. Das Harem waren die privaten Räume des Sultans. Die einzigen Männer die dieses betreten durften waren die Söhne des Sultans. Im Harem selbst werdet Ihr luxuriöse Zimmer zu sehen bekommen. Hier kann man sich dann richtig vorstellen wie so ein Sultan mit seinen hunderten von Frauen im Luxus gelebt hat. Seid Ihr mit dem Harem durch, gelangt ihr in den dritten Hof.

Dort befindet sich rechter Hand die „Schatzkammer“. Hier werden u.a. seltene Waffen, Schätze, der berühmte Topkapi-Dolch und Diamanten ausgestellt. Hier ist es leider strengstens untersagt Fotos zu machen.

Der vierte und letzte Hof beheimatet heute ein Kaffee und bietet einem eine tolle Aussicht auf den Bosporus. Früher erholten sich hier die Sultane in den Pavillons heute sind es die Touristen vom Sightseeing.

Für den Topkapi-Palast solltet Ihr etwas Zeit mitbringen – ca. 3-4 Stunden.

Eintritt:
Der Eintritt in den Topkapi-Palast kostet ca. 10 Euro. Der Harem kostet weitere ca. 5 Euro. Es lohnt sich aber schon direkt am Eingang das Ticket für den Harem zu kaufen. Es wäre aber auch noch im inneren möglich aber bei einem hohen Andrang gibt es eben vor dem Haren Wartezeiten da nur 30 Personen hineingelassen werden.

Öffnungszeiten:
Oktober-April von 09:00-16:45 – Tickets können bis 16:00 Uhr gekauft werden.
April-Oktober von 09:00-18:45 – Tickets können bis 18:00 Uhr gekauft werden.

Topkapi-Palast - Eingang zu Hof 2

Topkapi-Palast – Eingang zu Hof 2


Stadtteil: Altstadt
Großer Basar

Ein Istanbul Besuch ohne auf dem großen Basar gewesen zu sein ist fast schon kein richtiger Istanbul Besuch. Der Basar ist einfach unglaublich groß und bietet irgendwie alles an was man sich so vorstellen kann. Es ist eben ziemlich orientalisch, etwas wild und bunt, die Geräuschkulisse laut aber nicht störend. Man kann aber auch in Ruhe in die kleinen Läden gehen oder sich am Schaufenster etwas ansehen. Bei unserem Besuch hielten sich die Verkäufer auch zurück, ob das immer so ist kann ich nicht beurteilen. Meine Erfahrung war aber, dass der Kunde anfangen muss zu feilschen. Zum Glück gibt es innerhalb des Basars „Viertel“ die eben nach Gewerbe geordnet sind – so behält man schon den Überblick. So ist es eben dass es in einem Viertel nur Textilien gibt, im anderen bunte Lampen oder Goldschmuck. Läuft man vom Basar runter Richtung Galata Brücke und Ägyptischen Basar, durchläuft man unter freien Himmel weitere Einkaufsgassen mit vielen Läden. Hier waren auch gefühlt mehr Einheimische unterwegs.

Öffnungszeiten
Montag-Samstag: 08:30 – 19:00 Uhr

Der große Basar

Der große Basar

Ägyptischer Basar
Der ägyptische Basar ist natürlich nicht so spektakulär wie der große Basar aber hier bekommt man viele Gewürze, Tees, getrocknetes Obst, Heilmittel und Süßigkeiten – hier kommt man nicht drum herum etwas für daheim zu kaufen.

Galata-Brücke
Ein Besuch am Abend lohnt sich allemal. Oben kann man den vielen Anglern über die Schulter zu sehen und unten frischen Fisch essen oder es sich in einem der Cafés oder Bars gemütlich machen.

Galata Brücke bei Nacht

Galata Brücke bei Nacht


Stadtteil: Beyoglu
Galata-Turm

Eine weitere Möglichkeit für einen tollen rund um Ausblick ist der im Jahre 527 erbaute Galata-Turm. Mit einem Aufzug kann man sich auf die Aussichtsplattform auf ca. 68 Metern fahren lassen. Leider hatten wir bei unserem Besuch etwas Nebel aber bei sonnigen Tagen ist das sicherlich eine tolle Sache.

Eintritt:
ca. 6,50 Euro.

Öffnungszeiten:
Täglich 09:00-20:30 Uhr

Der Galata-Turm

Der Galata-Turm

Istiklal Straße
Die Istiklal Straße ist die bekannte Fußgängerzone und das Herz in Istanbul. Dort fährt auch die nostalgische Straßenbahn. Hier befindet sich das moderne Istanbul mit vielen Einkaufsmöglichkeiten. Von der Zahnradbahn Station Tünel (eine Fahrt mit dieser Zahnradbahn kann ich empfehlen) bis zum bekannten Taksim-Platz zieht sich diese Einkaufsstraße. Auch die Seitenstraßen warten auf einen Besuch. An einem Samstag- oder Sonntagabend verwandelt sich diese Straße zu einem Vergnügungsviertel und gefühlt ganz Istanbul befindet sich hier auf der Straße. Das müsst Ihr auf jeden Fall erlebt haben. Viele Restaurants, Bars oder Disco´s warten dann auf Gäste. Hier bekommt man auch die lustigen Eisverkäufer zu sehen. Beobachtet mal Ihre Show des Eisverkaufens.

Istiklal Straße am Samstagabend

Istiklal Straße am Samstagabend

Taksim Platz
Vor meinem Besuch war mir der Taksim Platz nur aus dem TV und den Protesten bekannt. Ich war schon ziemlich erstaunt als ich Ihn vor Ort sah. Er ist ziemlich groß, was im Fernsehen gar nicht so rüber kommt. Der Taksim Platz ist auch einer der Hauptverkehrsknotenpunkte. Von hier fahren Straßenbahnen, U-Bahnen, Busse, Taxis und die Bekannten Sammeltaxis (dolmus) in die Außenbezirke. Auf dem Platz befindet sich das Denkmal der Republik.

Taksim-Platz

Taksim-Platz

Tipps:

In der gesamten Türkei bezahlt man in Türkische Lira. Am Flughafen stehen Bankautomaten und Wechselstuben zur Verfügung. Natürlich habt Ihr auch in der Stadt die Möglichkeit Geld zu wechseln oder abzuheben. Ich hatte einen Teil schon in Deutschland umgetauscht.

 

Links:
Flughafen Istanbul:
http://www.ataturkairport.com/en-EN/Pages/Main.aspx
Topkapi-Palast: http://topkapisarayi.gov.tr/en
Yerebatan-Zisterne: http://yerebatan.com/homepage

Fotogalerie:

 

Merken

Merken

Kommentar hinterlassen on "Istanbul und seine Hot Spots"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*