Ein Reisebericht aus Athen…

…mit dem Besuch von Sehenswürdigkeiten und ein paar Tipps die Ihr eventuell für euren Athen-Aufenthalt gebrauchen könnt.

Athen, Hauptstadt Griechenlands, in der Antike und Moderne dicht beieinander sind. Nach meinem Athen Besuch muss ich zugeben, dass dies einer der schönsten Städte ist, wo ich bisher war und ein kleiner Fan dieser Stadt geworden bin. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten, leckeres Essen sowie die offenen und herzlichen Athener machen diese Stadt so toll.

Athen bietet dank der Olympischen-Spiele 2004 auch ein gutes und modernes öffentliches Verkehrsnetz das Ihr für die Fahrt vom Flughafen in die Stadt nutzen könnt. Haltet in den Metrostationen die Augen auf, hier werden teilweise Antike-Gegenstände die dort bei Ausgrabungen/Bauarbeiten gefunden wurden, auch ausgestellt. Solltet Ihr lieber mit dem Taxi vom Flughafen zur Stadt oder andersrum fahren wollen, könnt Ihr das für ca. 35 Euro. Hier gelten Festpreise, fragt aber vorher nochmal nach. Auch in der Stadt ist das Taxifahren sehr günstig. Ihr könnt aber alle Sehenswürdigkeiten auch locker zu Fuß entdecken, ein weiterer Pluspunkt dieser tollen Stadt.

Bevor ich nun mit den einzelnen Sehenswürdigkeiten anfange und unsere Erlebnisse und Eindrücke hier schreibe, gibt´s erst einmal Infos über unsere Unterkunft.

Athen von der Akropolis

Athen von der Akropolis

Unterkunft
Untergebracht waren wir im Airotel Parthenon*Affiliate. Das Hotel hat eine perfekte Lage. Es befindet sich einen Katzensprung entfernt vom Akropolis Museum. Von dort hat man einen perfekten Startpunkt um Athen zu entdecken. Das Hotel ist bestens mit der Metrostation Acropoli zu erreichen.

Das 3-Bett Zimmer war ordentlich und sauber. Für unsere 3-Mann Reisegruppe vollkommen ausreichend. Vom Balkon hatten wir die Aussicht in den Innenhof aber das störte uns jetzt nicht groß da wir nur zum schlafen auf dem Zimmer waren. Das Frühstück war ok, sollte man keines dazu gebucht haben ist das auch kein Problem. Es gibt zahlreiche Kaffes/Bäckereien wo man sich was kaufen kann. Und wie jeder Athener, liefen auch wir mit einem Becher Frappé durch die Gegend. Ansonsten stimmte der Service und auch am Empfang ist man sehr hilfsbereit und gibt Tipps für einen tollen Athen Aufenthalt.

Rund um die Akropolis
Um sich einen Überblick zu verschaffen, lohnt sich als erstes der Aufstieg auf die Akropolis. Der Eintritt kostet 12,-. Es gibt aber ein Kombiticket das noch weitere Sehenswürdigkeiten beinhaltet u.a. den Temple des Zeus, leider nicht das Akropolis Museum. Geöffnet ist die Akropolis:
April-Oktober von 08:00-19:00 Uhr und von November bis März 08:00 bis 17:00 Uhr. Eingänge gibt es im Westen und Süden der Akropolis.

Tipp: Den Aufstieg auf die Akropolis sollte man am Vormittag machen, da der Aufstieg schon anstrengend ist. Nehmt auf jeden Fall etwas zu trinken mit und zieht gute Schuhe an.

Beim Aufstieg gibt es wiederum viel zu sehen, deshalb dauert es Zeit bis man oben ist. Ich möchte noch erwähnen dass der Hügel als Akropolis bezeichnet wird. Die Bauten auf diesem Berg haben wiederum eigene Namen. Das Bekannte und größte Gebäude auf der Akropolis ist das Parthenon. Um dort hin zu kommen fängt man unten am Berg an. Gestartet sind wir am Südhang der Akropolis. Auf der Seite wo sich auch das Dionysos-Theater befindet – dieses Theater ist übrigens die Geburtsstätte des europäischen Theater.

Dionysos-Theater

Dionysos-Theater

Weiter geht es Bergauf in Richtung Odeon des Herodes Atticus. Auf dem Weg dorthin kann man am Wegesrand einige Antike Dinge sehen die bei Ausgrabungen gefunden wurden. Überhalb des Odeon des Herodes Atticus kann man sich ein tolles Bild dieses Theaters machen. Betreten kann man dies leider nur, wenn dort auch Aufführungen sind.

Odeon des Herodes Atticus

Odeon des Herodes Atticus

Seid Ihr hier angekommen, ist es nicht mehr weit bis Ihr am Beulé-Tor (Zugang) der Akropolis seid. Durchläuft Ihr das Tor gelangt Ihr zur Propyläen und rechte Hand seht Ihr den Nike-Tempel. Schuhe könnt Ihr dort keine kaufen 😉 . Weiter geht es zum Erechtheion. Das Dach vom Erechtheion wird von sechs Karyatiden geschmückt. Nebendran befindet sich nun das große Parthenon.

Parthenon auf der Akropolis

Parthenon auf der Akropolis

Läuft Ihr nun weiter zum Ende des Hügels, erstreckt sich vor euch das Nördliche Athen mit dem Temple des Zeus oder das Panathenäisches Stadion. Ihr könnt rings rum natürlich auch das restliche Athen von oben sehen. Bei einem Start hier oben, hat man zumindest einen guten Überblick wo sich die anderen Sehenswürdigkeiten befinden die man sich ansehen möchte. Nach dem Besuch auf der Akropolis ging es an den Fuß des Odeon des Herodes Atticus um uns dies von unten anzusehen.

Um weiter im Gebiet der Akropolis zu bleiben ging es zum Tempel des Olympischen Zeus. Einst besaß der größte Tempel 104 Marmorsäulen die 17m hoch sind. Heute sind leider nur noch 15 die aufrecht stehen. Eine sechzehnte ist liegend vorhanden. Hier ist das Kombiticket auch gültig. Besuchen könnt Ihr den Tempel Mai-September 08:00-19:00 Uhr, April & Oktober 08:00-18:00 Uhr und von November-März von 08:30 bis 15:00 Uhr.

Tempel des Olympischen Zeus

Tempel des Olympischen Zeus

15 Minuten zu Fuß entfernt ist das Panathenäisches Stadion. Hier fanden u.a. auch die ersten modernen Olympischen-Spiele statt. Bei den Olympischen-Spiele 2004 fand in diesem Stadion der Wettbewerb der Bogenschützen statt und es war der Zielort des Marathons.

Panathenäisches Stadion

Panathenäisches Stadion


Spaziergang durch die Plaka bis zum Monastiraki Platz, den Markthallen und dem Syntagma Platz mit dem Griechischen Parlament

Gestartet sind wir an unserem Hotel. Die Plaka ist die Altstadt Athens. Durch kleine verkehrsberuhigte Gassen schlendert man an den vielen Souvenirläden vorbei. Zu kaufen gibt es hier alles Mögliche. Kleidung, Trikots, Postkarten, Schmuck, Porzellan oder Ikonen – hier aber vor Fälschungen aufpassen. Natürlich bieten hier Cafés, Eisdielen und Restaurants auch was zur eigenen Stärkung an und das teilweise mit Blick auf die Akropolis. Es macht richtig Spaß hier gemütlich durch zu schlendern. Abends besteht hier natürlich auch die Möglichkeit sehr lecker essen zu gehen. Die Strecke zum Monastiraki Platz ist nicht lange, deshalb kann man sich hier Zeit lassen. Auf einmal sind die kleinen Gassen vorbei und man steht auf dem Monastiraki Platz. Nun steht man mitten auf diesem Platz, die Akropolis ist wieder sichtbar und das treiben der Athener geht weiter. Hier befindet sich auch die Metrostation Monastiraki.

Plaka

Plaka

Weiter geht es dann auf der Athinas, vorbei an vielen Ramschläden in Richtung der über 100 Jahre alten Markthalle. Ein Besuch der Markthalle ist fast schon Pflicht. Die Markthalle ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt. In einem Teil gibt es frische Meerestiere, in einem anderen Teil frisches Fleisch, Obst & Gemüse uvm. Hier gibt es wirklich viel zu sehen und zu hören. Hier steht an fast jedem Stand ein richtiger Marktschreier und preist seine Ware an. Bei diesen Menschengewimmel sollte man seine Wertsachen nah am Körper tragen und aufpassen. Uns wurde nichts geklaut aber hier ist vermutlich ein Paradies für Taschendiebe. Dies sollte einen aber nicht abschrecken, einfach aufpassen. In den Markthallen besteht auch die Möglichkeit etwas zu essen.

Tipp: Die Marktzeiten in der Markthalle sind vormittags von Montag-Samstag. Die Tavernen haben rund um die Uhr geöffnet.

Metzger in der Markthalle

Metzger in der Markthalle 🙂

Wir sind nun den gleichen Weg wieder zurück in Richtung Monastiraki Platz gegangen und vor dem Platz die Straße links hoch. Nun geht es geradeaus in Richtung Syntagma Platz. Auf dieser Straße bzw. Fußgängerzone findet Ihr zahlreiche Einkaufsläden die Ihr auch aus der Heimat kennt. Vorher kommt man noch an der Kapnikarea-Kirche vorbei. Sehr beeindruckend wie diese kleine Kirche mitten in der Stadt steht und irgendwie vom Stil nicht reinpasst.

Griechisches Parlament

Griechisches Parlament

Seid Ihr nun am Syntagma Platz angekommen könnt Ihr euch im Park unter einem Baum eine Pause gönnen und euch was bei den typischen Kiosken die es dort um den Park gibt, eine Erfrischung kaufen. Ihr seht nun auch direkt das Griechische Parlament. Auf dem Syntagma Platz bzw. vor dem Parlament finden auch die Demonstrationen statt die wir aus dem TV kennen. Sollte sich hier was ankündigen, wird hier durch die Polizei alles gesichert und der Verkehr kommt zum erliegen. Wir hatten das damals zu den krassen Demos erfahren können, zum Glück blieb es bei einer friedlichen Demo. Vor dem Parlament seht Ihr die Wachsoldaten in der traditionellen Kleidung die das Grabmal des unbekannten Soldaten bewachen. Zu jeder vollen Stunde machen die Wachen ein paar Schritte. Wie in der Einleitung beschrieben, gibt es in der Metrostation vom Syntagma Platz einige Ausstellungsstücke die bei Ausgrabungen gefunden wurden.

Tipp: Probiert den Amita-Saft. Sehr leckerer Saft aus Griechenland. Den gibt es in verschiedene Geschmäcker und an jedem Kiosk im Kühlschrank.

Amita Saft

Amita Saft

Unsere Route „Spaziergang durch die Plaka bis zum Monastiraki Platz, den Markthallen und dem Syntagma Platz mit dem Griechischen Parlament

Piräus
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man ohne Probleme nach Piräus. Ausgestiegen sind wir eine Station vor der Endstation „Piräus“ und zwar in „Faliro“ und besuchten das Olympiakos Piräus Museum. Olympiakos Piräus ist der erfolgreichste Fußballverein in Griechenland. Der Eintritt zum Museum lag bei 2,50. Hier bekommt man die Geschichte dieses Vereins zu sehen. Trikots, Vereinspokale der verschiedensten Sportarten uvm. Zu Fuß ging es dann weiter zum Mikro-Limani Hafen. Ein kleiner idyllischer Hafen der der schönste von Piräus ist. Dort gibt es einige Restaurants. Leider stehen hier aber mittlerweile viele der Restaurants leer. Athener erzählten mir, dass es dort den besten Fisch der Stadt gibt und hier früher einiges mehr geboten wurde wie heute. Es war schick hier her zu kommen.

Mit dem Taxi ging es von dort dann zum großen Hafen von Piräus. Von dort fahren sämtliche Fähren zu den tollen griechischen Inseln. Da wir Abends dort waren, konnte man nicht mehr viel sehen.

Mikro-Limani Hafen

Mikro-Limani Hafen

Tipps:

Den Aufstieg auf die Akropolis sollte man am Vormittag machen da der Aufstieg schon anstrengend ist. Nehmt auf jeden Fall etwas zu trinken mit und habt gute Schuhe an.

Die Marktzeiten in der Markthalle sind vormittags von Montag-Samstag. Die Tavernen haben rund um die Uhr geöffnet.

Probiert den Amita-Saft. Sehr leckerer Saft aus Griechenland. Den gibt es in verschiedene Geschmäcker.

Reisezeit – Wir waren im November dort. Perfektes Wetter für einen Städtetrip.

Ausgehen:
Wer sich unter die Athener mischen will findet dies im lebhaften „Gazi“ Viertel. Diesen Tipp bekamen wir vom Barkeeper unseres Hotels. Hier ist man wirklich unter Athener. Es gibt viele verschiedene Bars, Cafés, Restaurants und Imbisse.

Fazit:
In vier Tagen Athen kann man hier so gut wie alles ansehen. Da wir einen Männerausflug hatten und es da auch um Fußball ging, konnten wir nicht alles ansehen. Rechnet man aber die Zeit die wir mit Fußball verbracht haben weg, reichen vier Tage um sich alles anzusehen ohne durch die Stadt hetzen zu müssen. Athen ist auf jeden Fall eine Reise wert und bei mir wird es nicht nur bei einem mal bleiben. Es gibt für mich noch einiges zu sehen in dieser tollen Stadt.

Links:
Metro-Karte: http://www.ametro.gr/page/default.asp?la=2&id=15

Hotel: http://www.booking.com/hotel/gr/parthenon.html?aid=823864

Olympiacos Piräus:  http://www.olympiacos.org/en

Flughafen:  https://www.aia.gr/traveler/quick-guide/quick-guide-de/

Fotogalerie Athen:

 

Kommentar hinterlassen on "Ein Reisebericht aus Athen…"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*